Design-zu-Code beschleunigt nicht Ihr Produkt – es entlarvt fehlende Produktverantwortung im KMU
- Thomas Schwabl

- vor 35 Minuten
- 2 Min. Lesezeit
Design-zu-Code ist keine Abkürzung, sondern ein Verstärker
Tools und Ansätze wie Design-zu-Code wirken wie ein Produktivitäts-Boost: weniger Übergaben, schnellere Iterationen, früher sichtbare Ergebnisse. Das Problem: Im KMU scheitern digitale Projekte selten an Geschwindigkeit. Sie scheitern daran, dass niemand verbindlich entscheidet, was gebaut wird, was nicht gebaut wird – und wann etwas „fertig" ist.
Wenn Automatisierung ins Spiel kommt, wird genau das nur schneller sichtbar: Es wird zügiger produziert, aber ohne klare Produktverantwortung eben auch zügiger am Bedarf vorbei.
Das eigentliche Nadelöhr: Führung, nicht Entwicklung
Die unbequeme Wahrheit: Nicht „die Entwickler" sind das Problem. Das Problem ist eine Geschäftsführung, die keine saubere Entscheidungskette durchsetzt, keinen Scope schützt und Abnahmen ohne klare Regeln zulässt. Dann entstehen endlose Abstimmungsschleifen, Stakeholder-Meetings ersetzen Entscheidungen – und Tempo verstärkt nur falsche Prioritäten.
Woran Projekte kippen (und wie Sie es verhindern)
Ohne Scope-Regeln explodiert Aufwand: „Nur noch schnell" wird zum Standard und macht Planung wertlos.
Abnahmen ohne Kriterien sind Glücksspiel: Wenn niemand definieren kann, was „akzeptiert" bedeutet, wird jede Lieferung zur Diskussion.
Stakeholder-Meetings ersetzen Entscheidungen: Viele Stimmen erzeugen Aktivität, aber keine Richtung.
„Schnell liefern" ohne Fokus ist Müll: Geschwindigkeit ohne Owner produziert Features statt Wirkung.
Produktverantwortung ist Chefsache: Wenn niemand die Kante setzt, setzt sie später der Markt – nur teurer.
Eine einfache Regel: Keine Lieferung ohne Abnahme- und Scope-Schutz
Wenn Sie Design-zu-Code (oder jede Form von Automatisierung) sinnvoll nutzen wollen, brauchen Sie davor zwei Dinge: einen klaren Owner mit Entscheidungsrecht und einen Abnahmeprozess mit Kriterien. Erst dann wird Tempo zum Vorteil – statt zum Beschleuniger für Chaos.
Frage an Sie
Was ist bei euch der häufigste Grund, warum ein digitales Projekt kippt: fehlende Entscheidung, wechselnde Prioritäten oder Abnahmen ohne klare Kriterien?
CTA: 1-Seiter „Abnahme-Regeln & Scope-Schutz"
Ich habe einen kompakten 1-Seiter erstellt, der KMU hilft, Abnahmen messbar zu machen und Scope-Wachstum zu stoppen – ohne mehr Meetings.
Keyword: Abnahmeprozess
Antworten Sie mit „Abnahmeprozess", dann schicke ich ihn Ihnen zu.
JUNITO e.U. - Thomas Schwabl


Kommentare